Adobe Muse – Eine Ode an das Notepad

Egal was andere behaupten, man kann auf jeden Fall sagen, dass Adobe sich für die Gestalter, Designer und Videoschnipsler unverzichtbar gemacht hat. Kaum ein Fotograf kommt ohne Photoshop aus, kaum ein Illustrator kommt ohne Illustrator aus… Auch wenn es tolle OpenSource Programme gibt. Adobe hat abhängig gemacht.

Schlimm finde ich das nicht. Photoshop gehört auch bei meiner Arbeit als Mediengestalter zum unverzichtbaren Werkzeug. Die Adobe-Produktreihe ist Awesome.

Sind alle Adobe Produkte Awesome?

Die Frage kann ich lediglich aus meiner persönlichen Sicht beantworten. Also: “Nein! Nicht jedes Produkt!” Zu meinen größten Hassprogrammen gehören Flash und Dreamweaver.

Mich flashed Flash garnicht..

Flash an sich halte ich einfach für überholt. Wenn ich mal aus Versehen auf eine Flash-Website gerate kann ich kaum schnell genug den Tab im Browser schließen. Überall blitzt irgendwas, da dreht sich die animierte Fresse des Designers und wenn ich einen Button klicke muss ich mir eine tierisch lange Animation reinziehen bevor ich an den Inhalt gelange, den ich eigentlich sehen möcht. Nerv… Außerdem ist proprietäre Technik einfach nicht Kundenfreundlich. Schreibt eine Flash-Website dem Betracht ja vor, dass er den risikobehafteten Flashplayer in seinen Browser integriert… Einfach nur ärgerlich. Außerdem gehört meiner Ansicht nach eine Epilepsie-Warnung vor jede Flash-Website. Sicherheit kennen die bei Adobe scheinbar nicht. Naja vielleicht irgendwann 😀

Dreamweaver fördert Noobiismus beim HTML-Coding!

Lange Zeit habe ich Websites mit Dreamweaver erstellt und für Freunde online gestellt (das ist lange her und ich brauchte das Geld). Seitdem ich jedoch in meinem derzeitigen Betrieb arbeite, steht mir ein großer Mentor zur Seite. Er lernte mir alles über Barrierefreiheit, W3C-Konformität, SEO und Performance-Optimierung. Nun sehe ich den Dreamweaver eher als Nightmareweaver. Der Code ist fehlerhaft und alles andere als logisch. Außerdem ist selten eine Seite die mit DW erstellt wurde Crossbrowser-kompatibel. Grässlich wirds auch, wenn man so einen Dreck auch noch in ein CMS packen muss. Seither verwende ich PSPad, einen einfachen Text-Editor, zum erstellen einer Website. Und das bedeute…

…Back to Basic… Fühle jede Zeile

Nur wer seinen Entwurf und seinen Code bis in kleinste Detail kennt, wird ein gutes Ergebnis abliefern können. Anhand des Codes erkenne ich mittlerweile auch, ob ihn jemand mit tiefster Überzeugung und Liebe geschrieben hat, oder mal sowas von keinen Bock auf das Zeug hatte.

Der Kampf um die beste, liebevollste und sauberste Website wird auch in Zukunft immer noch auf dem kargen Schlachtfeld eines Texteditors geschlagen werden! -Ben

Adobes neues Pferdchen ist eine Muse

Wer keine Muse hat, kann sich ab sofort eine runterladen. Sogar kostenlos, weil sie/es sich ja noch in der Beta-Phase befindet. Erst später muss man dann eventuell 10.000 Euro ausgeben…
Was? Wie? Hähhhhh? Ja ich vergesse es immer wieder. Muse ist in diesem Fall weder die Band, noch irgendeine Person. Muse ist das neuste Experiment von Adobe und soll den klassischen Webdesigner überflüssig machen. Wie das gehen soll? Man packe Photoshop und Dreamweaver in ein Programm, verpasst ihm die ein oder andere neue Funktion und nen tollen Namen… Fertig?

So einfach dann doch nicht…

Muse ist, wenn man es mal nüchtern betrachtet, ein Programn welches einen Photoshop-Entwurf mittels komplizierter Algorithmen in einen HTML-Code umwandelt. Eben so wie beim DW nur komfortabler und angeblich sauberer… Da Muse noch in der Test-Phase steckt, lässt sich nicht genau sagen wieviel von den Versprechungen eingehalten werden können. Bisher macht es seine Aufgabe jedoch ganz hervorragend. Halt ich verbessere mich. Wenn die Aufgaben, die man Muse stellt, nicht so schwer sind… also eine Homepage für Oma Wetterwachs Pickelcreme macht, dann erledigt Muse ganz Arbeit… Aber sobald man an dynamisch erzeugten Inhalt möchte, streikt es. Das heißt, auch in Zukunft werden Programmierer von Nöten sein….

Ich hoffe es zumindest 😀

One Reply to “Adobe Muse – Eine Ode an das Notepad”

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