Blur vs Split/Second:Velocity

Realistische Rennsimulationen sind out…

Krachen muss und vor allem Geschwindigkeitsgefühl muss aufkommen. Realismus kann dabei vernachlässigt werden, hier zählt nur Action und fliegende Metallfetzen. Zwei Kandidaten streiten sich dabei um den ersten Platz und ich kann nur sagen, beide haben ihre Daseinsberechtigung. Die Rede ist von Split/Second:Velocity und Blur. Beide lassen es ordentlich krachen und haben dennoch spezielle Stärken aber auch Schwächen. Wer von beiden nun das bessere Spiel ist, werdet ihr hoffentlich selber herausfinde. Aber einen kleinen Vorgeschmack möchte ich dennoch geben und meine ganz persönliche Meinung präsentieren.

Split/Seconf:Velocity


Ein Spiel von Disney Interactive? Bisher hat man ja noch nicht viel von diesem Studio gehört, aber das soll sich ändern. In dem Spiel wird es keine singenden Trickfilmfiguren geben. Bei diesem Spiel darf man eher von großflächiger Zerstörung reden ala 2012. Das Prinzip ist einfach, aber ebenso genial in Szene gesetzt. Man fährt mit einem von vielen tollen Autos auf den verschiedensten Strecken. Einen Flughafen darf man bereits im Demo der xBox360-Version testfahren. Dabei sammelt man Punkt in dem man einem Gegner hinterher fährt (draften) oder durch gekonnte Drifts durch Kurven. Durch diese Punkte füllt sich ein Balken (Unter dem Auto angezeigt) in 3 Stufen. Ist einer der drei Balken gefüllt kann man eine Level 1 Aktion durchführen, die an bestimmten Streckenabschnitten angezeigt werden. Bei Level-1-Events bringt man beispielsweise am Rand der Strecke parkende Autos zur Explosion, lässt einen Helikopter eine Bombe abwerfen, lässt brennende Busse auf die Strecke rollen oder Sprengt Tankstellen in die Luft die manche Gegner gerade als Abkürzung verwenden. Hört sich spannend an, ist es auch. Denn nicht nur Sie, sondern auch die Gegner verfügen über diese Art der Gegnerbeseitigung. Die meisten Level-1-Events lassen sich in jeder Runde auslösen, wodurch man mit ein wenig routine den Zeitpunkt optimal wählen kann, um beste effizienz zu erreichen. Ebenso gut um sich aufs ausweichen vorbereiten zu können.

Level-3 Massive Zerstörung der Strecke

Hat man dann später den 3. Teil der Aktionsleiste gefüllt, kann man einen Big-Event auslösen. Dabei zieht das Spiel alle Register. Man kann durch Sprengung eines Aussichtsturms oder ganzer Straßenabschnitte massiv einfluss auf den Verlauf der Strecke nehmen. Sprengt man einen Turm, kann die Druckwelle und die Trümmer schon einmal mehr als einen Gegner treffen. Also nicht nur optisch ein Schmaus, sondern auch sehr nützlich. Jeder dieser großen eingriffe verändert die Strecke und kann unter umständen mehrmals auftreten. Der Höhepunkt der Demo ist für mich, das abstürzende Flugzeug, das die Landbahn zu einem Autoinferno macht. Absolut sehenswert.

Mittendrin statt nur dabei

Dieses Spiel vermittelt unglaubliches Geschwindigkeitsgefühl. Man saust durch Tunnel, das Auto vibriert und der Sound scheppert ins Ohr. Die Explosionen schleudern einen auch kräftig durch, wenn man nicht unmittelbar betroffen ist. Dreck und Wasser einer Explosion verändern für kurze Zeit die Sicht und vermitteln einem das Gefühl gerade noch einmal davon gekommen zu sein. Grandios.

Grafik und Sound

Grafisch spielt das Spiel ganz an forderster Front. Auch wenn es kaum realistisch ist, so sind alle Explosionen auch nach der zigsten Wiederholung immer noch Sehenswert. Das vermittelte Fahrgefühl sucht seines Gleichen. Der Sound scheppert und Explosionen dröhnen bassig ins Ohr und machen den Mittendrin-Effekt er komplett! Yum Yum

Blur


Mit Blur schickt Activision einen vielversprechenden Konkurrenten zu Split/second:Velocity ins Rennen. Aber keine sorge, Blur macht einiges anders als sein Konkurrent. Aus dem Grund kann man auch beide Spiele kaufen. Blur orientiert sich ein wenig an Mariokart, nur mit dem Unterschied, dass es bei Blur so richtig zur Sache geht. Hier geht es wie in Mariokart darum PowerUps auf der Strecke zu Sammeln und die gegen seine Mitfahrer einzusetzen. Dabei gibt es offensive  und defensive PowerUps. Die Strecken sind ähnlich wie Split/second nicht linear und enthalten viele Abkürzungen aber auch Umwege. Der einzige Unterschied zu Velocity ist, dass man hier in den meisten Fällen die Abkürzungen nicht erst freischalten muss.

Voll am Arsch

Die verschieden Powerups machen richtig Laune und die Schadenfreude, wenn man den erstplatzierten Fahrer von seinem hohen Ross schießt, ist enorm. Da kommt unter den älteren Spielern wirklich das Gefühl auf, man spiele MarioKart für Erwachsene. Man muss stets auf der Hut, denn sobald ein Gegner im Rückspiegel auftaucht steigt auch die Gefahr, eine Zielsuchende Bombe direkt in den Hinter geschossen zu bekommen. Als vorausfahrender Spieler, sollte man in dem Fall seine zu sammelnden Powerups möglichst defensiv wählen. Man kann nur 3 von den PowerUps einsammeln und muss daher stets ein gutes Auge auf die aktuelle Situation haben. Das Spiel ist sichtbar mit mehr taktischen Möglichkeiten ausgestattet als sein Erzrivale.

Die PowerUps

Die Mine (Offensiv) – Dies ist eine Waffe um sich speziell der lästigen Verfolger zu entledigen. Aber Vorsichtig, trifft niemand der hinter Ihnen fahrenden diese Mine, muss man nächste Runde aufpassen, um nicht selber sein eigenes Opfer zu werden.

Der Abräumer (Offensiv) – Ist eine tolle Waffe die einen Effekt um das Auto herum auslöst und somit alle trifft, die um einen herum gammeln. Wer davon erwischt wird, bekommt massiven Schaden und wird gut ausgebremst.

Schock (Offensiv)- Dieses nette Teil setzt Energiefelder auf den vorderen Fahrer an. Fährt einer der Fahrer über eines dieser Felder, bekommt er zwar nur mäßigen Schaden, aber wird massiv ausgebremst. Ärgerliches PowerUp. Vorsicht, man kann auch selbst hindurchfahren!

Blitz (Offensiv) – Mit diesem Ding kann man drei gezielte Schüsse auf einen Gegner feuern, die guten Schaden machen, dazu aber auch noch abbremsen. Wer gut zielt und 3 Treffer landet, kann den Gegner damit ins Jenseits befördern!

Stoß (Offensiv) – Dies Waffe sucht sich das nächst beste Ziel aus und verfolgt es. Trifft es, schubst es einen mit gehörigem Schaden aus der Bahn. Ziemlich ärgerlich!

Schild (Defensiv) – Diese Nette Powerup verleiht für eine gewisse Schadens- und Effektimmunität. Am besten für die geeignet, die kurz davor stehen das Rennen zu gewinnen.

Reperatur (Defensiv) – All die Waffen die oben aufgezählt wurden, verursachen Schaden am Wagen. Ist der Schaden zu groß explodiert das Auto und man wird erst nach einigen Sekunden auf die Strecke zurückgesetzt. Das kann einem das ganze Rennen versauen. Aus dem Grund sollte man stets dieses PowerUp auf Lager haben.

Nitro (Defensiv) – Mit Nitro bekommt man für ein paar Sekunden einen riesen Geschwindigkeitsstoß und kann etwas distanz zwischen sich und den Gegner bringen. Nett aber schwer zu kontrollieren.

Fahrgefühl ist überbewertet

Wo Split/Second voll auf das Mittendringefühl setzt, macht sich Blur nicht unbedingt viel Mühe damit. Das Spielprinzip alleine kann hier vollstens überzeugen. Man findet viel mehr gefallen daran, den Gegner von der Strecke zu fegen, als sich an den Strecken zu ergötzen oder das Fahrgefühl zu suchen. Eine Mischung aus Mensch ärgere Dich nicht und Mariokart eben. Aber da liegt auch eventuell eine  Schwäche…

KI oder Multiplayer

Auf der XBox360 kann man den Multiplayer-Modus (Beta) in Verbindung mit einer Goldmitgliedschaft bereits ausführlich testen. Gegen menschliche Gegner macht das Spiel verdammt viel Laune und kann stets dazu überreden, noch eine Partie zu spielen. Ob das aber im Singleplayer ebenso der Fall sein wird, ist fraglich. Ich kann mir gar nicht vorstellen Gefallen daran zu empfinden einen KI-Gegner von der Strecke zu schleudern. Das heißt, ich müsste mir das Spiel für ungefähr 59€ kaufen und dann eine Goldmitgliedschaft dazu…. mhmhmhm wenn ich nicht schon ein hätte, dann würde mir diese Entscheidung echt schwer fallen. Das Rangsystem

Grafik und Sound

Da gibt sich Blur einfach gesagt wenig mühe. Mehr brauchen sie aber auch, denn das Spiel lebt von dem Gefühl der Schadenfreude und der Action Mann gegen Mann. Der Sound ist okay, der Soundtrack kann die Schwächen definitiv hinwegtäuschen.

Das Fazit

Beide Spiele haben wie gesagt ihre Daseinsberechtigung, aber wenn ich mein Spielerprofil ansehe, dann muss ich Split/Second den voorang geben, da ich mich dort nicht unbedingt eine Goldmitgliedschaft bei Xbox-Live holen muss um mal richtig die Sau raulassen zu können. Zwar kennt man schnell alle Strecken und deren Besonderheit, aber dafür kann man es zwischendruch immer mal wieder spielen und seine Freude an den tollen Effekten haben. Blur hingegen ist wahrscheinlich tatsächlich nur im Multiplayer wirklich sinnvoll, da es gegen die KI nicht halb so lustig sein dürfte. Außerdem finde ich das Rangsystem durchaus gelungen und läd immer wieder dazu ein, noch eine Partie zu spielen. Wer MarioKart mochte, wird Blur lieben. Wirklich.

One Reply to “Blur vs Split/Second:Velocity”

  1. Blur ist nichts für mich… das ist wirklich kaum ein Vergleich zu Split/Second. Alleine der Grafik-Aspekt spielt eine große Rolle und von der Idee her, ist Split/Second nun einfach innovativer…

    Troztdem Danke für das tolle Preview.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *