Farbkennung im Universum des Unterbewusstseins…

… oder warum ich die Art einer meiner Träume anhand seines Farbtones erkennen kann!

Es ist mir schon in meiner Kindheit aufgefallen, dass ich meine Träume in farblich abgestimmte Kategorien unterteilen konnte. Zwar hab ich das erst in den letzten Jahren herausgefunden, aber es ist tatsächlich so, dass ich schon während des Traumes sagen kann, ob es ein guter oder ein böser Traum wird!

Ein Beispiel:

Ich sitze auf einer Wiese und schaue in den Himmel. Auf der anderen Seite eines Flusses, der sich durch diese Szenerie zieht stehen viele Pferde, die gemütlich grasen. Es ist Windstill. Die Sonne scheint.

Mag sich bisher wie ein sehr schöner Traum anhören. Alles deutet auf harmonie und frieden hin. Doch der Traum ist in einen kalten Blauton getaucht. Alles wirkt ein wenig kalt und unruhig.

Plötzlich ertönt ein tiefes bassiges Brummen, der Himmel wird dunkel und ein schrecklicher Wind peitscht mir ins Gesicht. Die Blätter werden von den Bäumen gerissen und das Wasser des Flusses, ist aufgewühlt. Am Horizont zieht ein Wirbelsturm auf und kommt bedrohlich schnell näher! Ich versuche zu flüchten, aber irgendwas sagt mir, dass er mich nicht erwischen wird. Der Blauton meines Traumes wird deutlicher. Der Wirbelsturm zieht an mir vorbei und reißt durch die Pferdeherde. Ein Tier nach dem anderen wird erfasst und weggerissen. Sie wiehern ganz furchtbar und es tut mir weh. Die armen Pferde. Im traum weine ich….. dann wach ich auf!

Ein anderes Beispiel:

Ich bin in meiner alten Schule und unterhalte mich mit ein paar Freunden. Sie alle sind mir tatsächlich bekannt, aber ich kann sie nicht richtig einordnen. Auf dem Pausenhof sitzt ein Clown und singt vor sich hin. Der Himmel ist bewölkt und voller fliegender Blätter. Wie im Herbst. Der Farbton ist gelb bis orange. Auf einmal fangen Leute an den Clown mit Erdnüssen zu bewerfen und er wird richtig sauer und brüllt laut. Doch sein Gesicht zeigt immer noch den aufgemalten lächelnden Mund! Je wütender er wird, desto lustiger scheint er zu werden. Er wird so lustig, dass ich im Traum auch anfange zu lachen. Ich wache auf und lache sogar dabei….

Blau scheint bedrohliche Träume zu symbolisieren, wohingegen gelb oder orange einen lustigen Traum ankündigen. Das seltsame daran ist, dass die Umgebung wenig darüber auszusagen scheint, was für ein Traum es wird. Im ersten Beispiel sah alles nach einem paradiesischem Traum aus und dennoch wurde es ein Alptraum. Im zweiten Traum deutete die Gegend auf einen beklemmenden ausgang hin, wird aber zum absoluten lacher…..

Warum weiß ich was die Farben bedeuten? Warum kann ich aber nicht aufwachen, wenn ich durch die Farbe erkenne, was für ein Traum es wird? Bilde ich mir die Farben nur ein? Ist es ein Schutzmechanismus in meinem Unterbewusstsein, welcher mich vorwarnt, damit ich nicht schreiend aufwachen muss? Haben diese Wahrnehmung noch andere Menschen, außer ich?

Hier kommen mal die Farben, von denen ich derzeit die Bedeutung in etwa weiß:

Blautraurig, beklemmend, grausam

orangelustig, albern, skuril

rotwütend, narzistisch, unwirklich

grün wunschträume

weiß – großdimensional, beängstigend, hilflos

Mehr fällt mir erstmal nicht ein…. aber wenn einer diese Zeilen liest und ähnliche Dinge erlebt… bitte kommentiert diesen Beitrag. Ich glaube manchmal, ich bin unnormal!

One Reply to “Farbkennung im Universum des Unterbewusstseins…”

  1. Das ist echt mal krass 🙂 Ein Frühwarnsystem für schlechte träume. Wäre bestimmt interessant für Schlafforscher, solltest mal einen aufsuchen. Ich kenne einen ähnlichen effeckt bei Patienten mit Autismus, die, wenn sie in Therapiestunden Dinge aus ihren Träumen malen sollen, diese Dinge dann in ganz bestimmten Farben malen. Geben wir ihnen gezielt eine andere Farbe, bei einer Wiederholung der Zeichnung, verlangen sie unbedingt ihre Farbe…. Autisten haben scheinbar eine bewusste Wahrnehmung ihrer Träume…

    Keine Ahnung, du wirst wohl nicht an Autismus leiden, aber irgendwas scheint dein Unterbewusstsein damit ausdrücken zu wollen! Es gibt da ein Syndrom, welches wir als Synästhesie bezeichnen. Synästhesie bezeichnet, dass mehrere unserer Sinne verkoppelt sind. Ein Beispiel dafür ist, dass man das, was man schmeckt auch gleichzeit sehen kann. Einem bestimmtem Geschmack ist dann auch gleichzeit eine ganz bestimmte Form oder Farbe zugeordnet. Synästhetiker können dann also das, was sie schmecken auch gleichzeitig sehen.

    Vielleicht ist das bei dir was ähnliches…. versuch mal nachforschungen zu betreiben… ich würde gerne wissen was dabei rausgekommen ist.

    gruß Mirko!

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