Games I hate a lot #2 – Aliens: Colonial Marines

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GearBox hat bisher eigentlich immer recht anständige Spiele gemacht, darunter solche Spieleperlen wie Half-Life: Opposing Force oder die Borderlands-Reihe. Vor allem aber in Sachen Marketing haben die Jungs es echt drauf. So zeigen Sie die genialsten Spielszenen auf Messen und versprechen dabei die tollsten Dinge. Man bekommt über die Jahre der Entwicklung immer wieder tolle und in niedliche kleine Schächtelchen verpackte Informationen. Zwischdrin immer gibts immer mal wieder ein bisschen schlechte Publicity, aber die wird im nächsten Schritt wieder durch ganz tolle neue Ankündigungen zerrieben. Hier der E3-Teaser 🙁

Wie Aliens: Colonial Marines laut Gearbox werden sollte

How GearBox wants the player to see the Game

Ein langer dunkler Gang, nur flackerndes Licht erhellt die Umgebung ein wenig. An den Wänden hat sich bereits die schleimige Nesthaut breit gemacht. Von der Decke tropft Schleim. Alles ist ruhig. Dein Trupp bewegt sich langsam und sicher. Alles verläuft nach Plan. Doch Plötzlich… Der Motion-Tracker schlägt Alarm. Ein Signal etwa 20 Meter vor euch… Doch im Dunkel lässt sich nichts ausmachen. Der Trupp läd die Waffen durch, schauen sich geschwitzt gegenseitig an. Bald wird sich eines dieser Viecher auf sie stürzen. Aufpassen… Doch dann ein zweites Signal, 15 Meter aus dem rechten Tunnel… auch dieser ist dunkel. Das 2 Signal kommt schnell näher. Du gibst Handzeichen, dein Trupp reagiert. Einer der Schützen wendet sich dem rechten Gang. Das Signal wird langsamer… Hat es den Braten gerochen? Nein… viel schlimmer, sie haben auf ihre Verstärkung gewartet. Der Motion-Tracker kreischt… Mindestens 20 Signale auf dem Gerät. AUS ALLEN RICHTUNGEN. Deine Leute werden unruhig… Die Nerven sind angespannt. Man hört bereits das Gekreische der Xenomorphe in den Gängen rund um euch. Sie umkreisen euch… erkunden euch… suchen nach Fehlern… Versuchen euch nervös zu machen…. “VON LINKS!!!” Schreit dein linker Hintermann und schießt los. Gerade als du dich auch in diese Richtung drehen willst, siehst du im Augenwinkel etwas auf dich zurasen… Du schießt, Säure spritzt deinem Kameraden ins Gesicht. Er schreit. Die Situation eskaliert. RÜCKZUG, versuchst du zu schreiben. Doch das Waffenfeuer verschluckt deine Worte. Du greifst deinem Vordermann an die Schulter, er erkennt dein Vorhaben und geht langsam rückwärts. Du hast ein paar deiner Leute aus den Augen verloren… Manche werden ins dunkel gezogen. Du hörst ihre Schreie. Es hilft nichts, du musst fliehen…

Wie Aliens: Colonial Marines bei den Spielern ankam

How the Player is seeing the Game

Erwartung: Du freust dich auf gruselige, düstere und xenomorphe Stimmung. Du kannst es kaum erwarten dich durch die tolle Grafik in den Bann ziehen zu lassen. Epische Gefechte ums nackte Überleben und grauenhaft schauerige Schockelemente, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ein epochaler Soundtrack wird bestimmt nicht fehlen und dramatische Szene werden in besten Cutscenes erzählt. Nach so langer Entwicklung und Durststrecken würde man nun endlich belohnt werden.

Realität: Aliens: Colonial Marines… man ärgert sich über ungruselige, zu helle und gar nicht xenomorphe Stimmung. Die Grafik ist so episch, wie schimmliges Brot auf der Zunge. Epische dauerballereien auf dumme Gegnerhorden, die leider fast immer vorhersehbar waren… Soundtrack ging gut ab, war aber auch keine Kunst den Film-Soundtrack zu klauen und reinzuklatschen. Eine Beleidigung an den Film… so würde ich das nennen. Man wünschte sich, das Geld besser investiert zu haben. Gearbox lass die Finger von den Aliens du doofe Kuh! Verdammt, was habt ihr in der Entwicklung getrieben…. habt ihr da zuviel getrunken oder so?

Wie Aliens: Colonial Marines bei mir ankam

How I was seeing the Game

Bin beleidigt und möchte nicht mehr dazu erzählen. Es hat weh getan zu sehen, wie man eine so geniale Lizenz, so schlecht ausnutzen kann. Da hat nichts gestimmt. All die Videos und Teaser zum Spiel waren von Hinten bis Vorn gelogen und gefaked. Eine Täuschung des Kunden. Eine nicht wieder gut zumachender Betrug. Ich hoffe GearBox hat gelernt. Ich werde mir den nächsten GearBox-Titel nicht auf die Vorbestellung setzen.

Die Gamestar hat Colonial Marines mit rund 60 Punkten bewertet. Das war noch eine übertrieben gute Wertung. Ich wäre da krasser dran gegangen. Rein aus pädagogischen Maßnahmen hätte ich da weniger als 40 Punkte drauf gegeben. Ein schlechtes Spiel kann jede Firma mal machen… kann vorkommen… kein Ding. Aber es dann durch Verarsche in teuren Marketing-Kampagnen arglistig an den Mann zu bringen… Das ist ein Unding. Enttäuschung des Jahres. Danke GearBox du Arsch!

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