Games I hate a lot #4 – Faster Than Light: because I love it

game_i_hate_a_lot_ftlHass ist Auslegungssache. Man kann Dinge und ganz speziell Spiele aus den verschiedensten Gründen hassen. Ich hasse auch Diablo3 aus vielen kleinen, kaum nennenswerten Gründen, aber im großen und ganzen spiele ich es sehr gerne. Die Frage lautet also nicht direkt: “Kann man etwas gleichzeitig lieben und hassen?” Sondern eher: “Überwiegt der Hass oder die Liebe?” Keine einfache Sache, denn wie sagt man doch so schön: “Was sich liebt das neckt sich?”

Eine Hassliebe

Bei FTL verhält es sich tatsächlich wie eine Hassliebe. Ich spiele das Spiel oft und es macht einen riesigen Spaß. Man baut sich sein Raumschiff zusammen, rekrutiert seine Crew und sieht stetig, wie sich die Crew und auch das Schiff verbessert. Tolle Sache. Ich liebe halt Spiele wo man seinen Spielfortschritt sehen und spüren kann und man permanent darum bemüht ist, dass der Zustand stetigen Wachstums nicht abreißt. Langzeitmotivation. Das eigene Raumschiff mit Crew erfüllt einen mit Stolz. Doch FTL ist eine kleine Giftnudel.

Wenn die Routine zuschlägt

Irgendwann erreicht das Spiel einen Punkt, mal früher, mal später, an dem die Crew und das Schiff so funktionieren, wie man es sich erhofft. Die Kämpfe übersteht man ohne Schweißausbrüche, auch wenn feindliche Einheiten versucht haben das Schiff zu kapern. Die Rohstofflager und Treibstofftanks sind gut gefüllt und eigentlich ist es nicht mehr weit bis Nachhause… Doch dann schlägt sie zu… Die Routine.Hatte man vor den ersten Kämpfen noch richtig Respekt und eine heiden Angst davor, dass Schiff könne zu stark beschädigt werden oder man könne wichtige und liebgewonnene Crew-Mitglieder verlieren, so ist man später dann doch irgendwann einmal zu leichtsinnig. Ach den Gegner schaff ich mit Links… oh der kann sich tarnen… Mist!

Sterben ist nichts für Anfänger

Compuerspiele sind deshalb so toll, weil man ein Held sein kann. Man Dinge tun kann, die  im echten Leben nicht möglich wären. Warum? Weil im echten Leben immer das eigene und einzige Leben in Gefahr ist, das man hat. Deshalb spielen wir gerne Computerspiele. Doch FTL ist nichts für Gutwetter-Spieler. FTL bestraft jede Fehlentscheidung mit kritischen und unwiederbringlichen Verlusten. Speichern kann man nicht, weder vor einem Kampf, noch nach einem Kampf. Wird ein Crew-Mitglied getöt, bleibt es auch tot. Gibt man Resourcen für die falschen Upgrades aus, sind die Resourcen weg und man bleibt auf dem Upgrade sitzen. Wird das Schiff zerstört, ist das Spiel vorbei und man darf von vorn beginnen. Tot ist tot.

Ärgerlich aber nicht vermeidbar

Genau das möchte das Spiel von uns. Wir sollen leichtsinnig werden. Wir sollen in die Falle tappen. Wir sollen uns in Sicherheit wiegen. Aber wer den Fehler ein- oder zweimal gemacht hat, wird sich in Zukunft anders verhalten. Wie schön, dass es aber genügend andere Gelegenheiten gibt, bei denen man nicht auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. Man lernt eine ganze Zeit immer neues im Spielverlauf. Das liebe ich… Aber man lernt es immer auf die schmerzhafte Weise und das hasse ich an dem Spiel. Kurz vor Schluss wird man einfach ausgelöscht und darf von Neuem beginnen.

Permadeath, das ultimative Game-Feature

Kein anderes Spielelement fasziniert mich derzeit mehr, als die Möglichkeit / Gefahr im Spiel zu sterben und alle Fortschritte zu verlieren. Das ist Nervenkitzel, das ist pure Spannung. Das habe ich im Vergleich zu wesentlich älteren Spielen aus der 8-But-Zeit sehr vermisst. Viele Spiele sind zu einfach, wollen dem Spieler ein gutes Gefühl geben oder einfach nur eine Geschichte erzählen. Spiele in früherer Zeit waren härter, frustiger … spannender, ehrgeizweckender und fordernder.

Entwickler ziehen nach:

Man hat erkannt, dass man ein Spiel nur dann langzeitig motivierend ist, wenn man dem Spieler immer und zu jeder Zeit eine Herausforderung bietet. Entweder indem man neuen Game-Content nachliefert (WOW und Co.), man dem Spieler viele alternative Lösungsmöglichkeiten anbietet oder eben in dem man den Schwierigkeitsgrad abenteuerlich schwer gestaltet (Inferno-Modus in Diablo3), oder eben die Peradeath-Keule auspackt (Diablo3 HC, Minecraft, Terraria u.s.w.)

Ich hasse FTL weil…

Ich irgendwann immer die Geduld verliere und dumme Entscheidungen treffe, mir beim nächsten Versuch Besserung schwöre und dennoch wieder in die Falle tappe. Wow ich liebe das 😉

2 Replies to “Games I hate a lot #4 – Faster Than Light: because I love it”

  1. ICH HASSE DAS SPIEL AUCH! I HATE THIS FUCKING GAME I HAATTTEEE IT! THESE BASTARDS _ WHY DO THEY CALL IT “EASY” AND “NORMAL”??? THEY ARE SADISTS THOSE FUCKERS _ EVEN ON EASY THE GAME IS SO HARD I HATE IT AND THE BASTARDS WHO DEVELOPPED IT! U PLAY FOR HOURS HAVE A NICE SHIP WHAT HAPPENS? DEAD END!!!! I PUKE ON THAT GAME!!!!!!!!!!!!!

  2. Öhm ja. Ich denke die Menschheit besinnt sich wieder auf die Wurzeln des Spielens. Es gibt nur ein positives Gefühl für ein Spiel, wenn es auch die Chance gibt zu scheitern. Ein Spiel ohne Herausforderung ist ein interaktiver Film 🙂

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