Gestern, Heute, Morgen – Erinnern, Ertragen, Ignorieren

Ein wirklich kurze Geschichte über eine besondere Sache, die mir in meiner frühen Jugend aufgefallen ist und sich heute bestätigt und sich für die Zukunft vielleicht bewahrheiten wird. Früher war es besser, heite ist es bedenklich und bald wird es das Thema unserer Generation sein. Werden wir überwacht? Ja. Wie stark, kann keiner Sagen. Wer aber überwacht die Überwacher? Sind Hacker, die Kontrollinstanz die wir brauchen? Die Letzte Front zwischen Korruption und Wahrheit?

Vergangenheit: (Zettel an der Tür) Hey Benny, wo warst du denn vor 2 Wochen, wir haben dich auf der Party vermisst. Du hattest dich doch in die Liste eingetragen? Sehen uns morgen. Bye

Gegenwart: Hey Ben, ich schreibe dich die ganze Zeit auf Facebook, Twitter und per SMS an, wo treibst du dich herum. Handy vergessen? Meld dich mal…

Zukunft: Hallo Herr Vockenberg, der Administration ist aufgefallen, dass Sie nun seit mehr als 24 Stunden nicht Connectiv waren. Bitte synchronisieren Sie Ihr Leben so bald wie möglich. Sollten Sie technische Probleme mit ihrem mobilen Zugang haben, wenden Sie sich bitte umgehend bei Ihrem zuständigen Administrator. Mit freudlichen Grüßen Ihr Ministerium für Überwachung und Regulierung.

2 Replies to “Gestern, Heute, Morgen – Erinnern, Ertragen, Ignorieren”

  1. Bei unserer Arbeitszeiterfassung in der Firma ist deine Zukunft schon fast Realität. Ich will gar nicht wissen, was wir alles über uns Preis geben, alleine wenn wir aufs Klo gehen 🙂

  2. Naja schauen wir uns die Universität Frankfurt am Main an. Da bekommen die Studenten eine Nette Karte, mit der sie sich in der Mensa als Student ausweisen können um etwas zum Studentenpreis zu bekommen. Zudem können sie damit auch die Zeche zahlen. Nicht tragisch. Aber nun muss man in manchen Gebäuden, bald sogar in allen, die Karte nutzen um sich Zugang zu verschaffen. Was bitte soll das? Das erinnert ein wenig an ein Gefängnis. Außerdem können diese Daten dazu missbraucht werden, Studenten zu beschatten, wo sie sich wann aufhalten.
    Gerüchte darüber gibt es in der Uni schon lange und warum sollten diese nicht auch wahr sein? All das ist noch nicht wirklich bedenklich, aber es deutet auf eine düstere Zukunft hin, denn wir bemerken diesen schleichenden Prozess nicht wirklich. Er ist sogar so subtil, dass wir es ohne jede Reaktion einfach akzeptieren… Irgendwann wird es überhand nehmen und man kann nichts mehr dagegen unternehmen. Um in unserer Welt sagen zu können, man sei gerade alleine, muss man sein Handy Zuhause lassen, man darf keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, keine stark frequentierten Wege nutzen, kein Geld über einen Automaten beziehen und auf keinen Fall auf offenen Flächen bleiben.

    Tragisch…

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