Google+ One – Der Facebookkiller?

Google startet nun sein eigenes Social Network und erklärt Facebook den Krieg. Kann die Social-Platform Google+ One, Facebook wirklich gefährlich werden? Brauchen wir noch ein weiteres Netzwerk? Warum reichen Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, Flickr und Co. noch nicht aus? Was will Google verbessern und wo bleibt der User?

Facebook ist schon lange etabliert

Facebook gilt schon seit Jahren als die Web2.0 Social-Platform schlecht hin. Manche behaupten und dazu zähle auch ich, dass man ohne Facebook schnell zum sozialen Außenseiter wird. Partyplanung, Schulklassenkommunikation, Freundeslisten und Informationen laufen bereits größten Teils über Facebook ab. Wer da nicht mitmacht, bekommt auch wichtige Events und Informationen gar nicht mit. Eine Smartphone-App macht den Einsatz von Facebook auch aus der U-Bahn, der Eisdeale und dem Schwimmbad möglich. Also gibt es auch keine Ausrede mehr, warum man nicht mitbekommen hat, dass Steve aus der Schule gerade die letzte Klausur von Lehrer X gepostet hat. Wer nicht Connective ist, hat verloren. Sogar meine Mutter hat das feststellen müssen.

Da Facebook seit Jahren diese Abhängigkeit schürt und soviele bereits ihr Netzwerk bis ins kleinsten Detail ausgearbeitet haben, wird es für Google+ nicht gerade einfach werden, Facebook-User abwerben zu können. Denn das würde bedeuten, man müsse erneut ein Profil erstellen, es pflegen und eine komplett neue Freundesliste erstellen. Man würde die erste Zeit, vielleicht sogar für immer, zwei Plattformen pflegen müssen, da es genau wie die Google-Fanatiker auch die Facebook-Hardliner geben wird, die das Netzwerk nicht verlassen werden. Um also alle Freunde weiter im Auge behalten zu können, muss man sowohl bei Facebook, als auch bei Google+ dabei sein.

Google+ One hat schicke Ansätze

Auch wenn es ein steiniger Weg für Google werden wird, technologisch gesehen haben sie doch einiges Interessantes im Petto. So kann man in einer großen Freundesliste sogenannte Circles (Freundeskreise) bilden und damit bestimmen, welche Nachricht welche Gruppe erhält und welche nicht. Nett, kann aber auch zum Nachteil werden. Denn Freundeskreise sind meist geschlossene Gesellschaften und das ist für ein Social Network nicht gerade förderlich. Auch optisch überzeugt das Google-Produkt. So ist alles in bester Googlemanier erreichbar und schnell verstanden. Ob der Test erfolgreich sein wird und ob wir in Zukunft ein neues Portal pflegen müssen, bleibt abzuwarten.

Ich werde diese Entwicklung mit Interesser verfolgen und aus reiner Neugier den Test wagen. Updates dazu dann via Twitter 😀

4 Replies to “Google+ One – Der Facebookkiller?”

  1. Hallo…

    Ich finde man auch übertreiben. Ich bin nur bei Facebook und finde das schon anstrengend genug. Ich würde jedenfalls kein anderes Netzwerk mehr zusätzlich nutzen, das würde einfach zu viel Zeit kosten! Ich verbringe 20 Minuten am Tag bei Facebook (nur geschätzt, in Wirklichkeit eher länger) und es wird länger je mehr Freunde ich habe und in je mehr Gruppen ich bin…
    Das ist schon sehr viel Zeit vom kostenbaren Leben, dann werde ich wohl kaum nochmal 20 Minten mit Google verbringen wollen 😉

    Außerdem werden die Grundfunktionen sich auch nicht so krass unterscheiden, dass man unbedingt wechseln muss. Ich denke Google hat die nächsten Jahre damit zu tun, es überhaupt richtig in Gang zu bringen…

    Viele Liebe Grüße Maria Schnitzer.

  2. Hallo Maria,

    Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich denke jeder sollte selber entscheiden, in welche Netzwerke er wieviel Zeit investiert.
    Ich persönlich war ne Zeit in StudiVZ, Facebook, Myspace, Twitter, Xing, Flickr, Youtube und Buzz… und das zur selben Zeit. Aber diese Erfahrung hat mir eines gezeigt und deshalb gebe ich dir völlig recht: Die Funktionen unterscheiden sich nicht wirklich und es frisst massig Zeit, die man eigentlich nicht hat.

    Habe dann einen Radikalschlag gemacht und StudiVZ, Myspace, Buzz, Xing und Flickr aufgegeben. Jetzt bleibt mehr Zeit für mich und ich kann auch wieder ein wenig Twittern 😀

    Nur rein aus Neugier: Wieviele Freunde hast du denn bei Facebook, dass du 20 Minuten am Tag brauchst?

  3. Naja ich denke jeder der bei Facebook unter 100 Freunde hat, sollte sich schon arg Gedanken machen 😉

    Nein nur Scherz. Ich habe 239 Freunde und kann behaupten allen schon einmal begegnet zu sein… Eine Freundesliste ist ja nicht wirklich nur für Freunde, es geht ja um Vernetzung und gemeinsame Interessen… Ich würde sagen es ist eine Bekanntschaften-Liste.

    Und warum ich so lange in Facebook verbringe liegt nicht an der Anzahl der Freunde, sondern an den Nachrichten in Gruppen und von Veranstaltungen die beantworten muss… also eher sind es meine Aktivitäten die mich beanspruchen 😀

    Wieviele Freunde hast du den BEN?

  4. Ich habe wohl ein paar weniger… ca. 160 Freunde in der Liste. Aber dafür bin ich da auch eher weniger Aktiv. Ich schreibe mal hier nen Kommentar, mal dort… aber so wirklich Aktiv in Gruppen agieren tue ich nicht.

    Ich bin nicht allen meinen Freunden in der Liste begegnet, jedenfalls nicht Face2Face. Aber wie gesagt, darum geht es bei der Liste ja eh nicht.

    Ich teste gerade Google+ und bin gerade schwer überrascht, wie gut sich das da mit den Listen (Circles) verhält. Solltest du mal testen, denn da kannst du Zeit sparen bei den Gruppen-Aktivitäten…
    Ich kann dich auch einladen 😀

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