Lange unangekündigte Pause nun beendet

Hallo zusammen. Kennt Ihr mich noch? Ja! Wow dann kann ich ja beruhigt so weiter machen wie bisher. Aber hey, so einfach mache ich mir das jetzt nicht. Also alles begann …

… mit einem verregnetem Tag im August

Es war kalt und in Frankfurt war die Hölle los. Menschen mit schlechter Laune wegen verspäteter Züge und verdrieslich wegen des bisher sehr herbstlichen Sommers. Ein Gewitter war über den Süden Hessens gezogen und hatte die Leitungen auf der Bahnstrecke Hanau-Offenbach zerstört. Zufall? Nein eine Bestrafung. Das Universum wollte mich bestrafen? Wofür? Vielleicht weil ich jeden Tag diszipliniert zur Arbeit gehe und freundlich zu meinen Mitmenschen bin? Dafür, dass ich stetigen Geldmangel und Dauerstress habe? Wahrscheinlich!

Kommen wir zur Sache…

Ich habe den Abend bis ca. 23:00 am Bahnhof in Frankfurt verbracht und mir so meine Gedanken gemacht… nein so kann man das nicht nennen… ich habe mich konstant über die Bahn und die Menscheit aufgeregt. Verbringt Ihr doch mal einen Abend am Frankfurter Bahnhof… das ist kein Vergnügen! Erst hat man einen stressigen Arbeitstag, dann einen stressigen Feierabend in einer Umgebung, die alles andere als Einladend ist… Dann wird man plötzlich von hunderten Schnorrern belagert, die entweder Kleingeld oder Zigaretten haben wollen… Naja, die können ja eigentlich nicht dafür (oder doch? Vielleicht manche schon)…

Penner-Defense…

Die erste Welle Schnorrer konnte ich mit den Iphone-Kopfhörern noch ganz gut abwehren… doch nachdem der Akku meines SmartPhones den Geist aufgegeben hatte fiehl dieser imaginäre Schutzschild ersteinmal weg.

Die zweite Welle Schnorrer vertröstete ich mit einem freundlichen “Nein, tut mir sehr leid, aber ich kann Ihnen leider kein Kleingeld geben!”

Die dritte Welle ging dann schon so langsam an die Substanz. Mein Schild der Ignoranz +1 verlor immer mehr an Haltbarkeit und noch immer war kein Zug in Sicht.

Die vierte Welle Schnorrer (nun wars die Elite) hätte es freundlicher erklärt bekommen, wenn nicht zuvor schon eine Ansage am Gleis mir meinen letzten Geduldsfaden zum zerreißen gebracht hätte. Die Zugfahrt würde sich weiterhin um eine unbestimmte Zeit verschieben.

Ab hier folgt eine lange Bewusstseinspause…

Ich glaube der arme Mann, der mich nach einer Zigarette gefragt hatte würde das ganz bestimmt nicht mehr so schnell tun. Ich war sehr zornig, beschimpfte die Durchsagestimmer der Deutschen Bahn und murmelte solche komischen Sachen vor mich hin. Jedenfalls wagte sich keiner mehr, mich anzuquatschen. Mein ganz persönliches Falling-Down-Erlebnis.

Keine Ruhe für die Ruhelosen…

Die nächsten Tage waren auch wieder sehr stressig, so stressig, dass ich sogar nicht einmal bemerkte, dass ich eine Erkältung bekommen hatte. Mein Geist war einfach mit Scheuklappen unterwegs, stets auf die Arbeit fixiert (Privat, beruflich und schulisch). Nix drang zu meinem Ich durch.

Dieser Zustand zog sich die nächsten Wochen durch. Meine bereits verschleppte Erkältung war zu einer Mandelentzündung mit Fieber geworden. Aber es gab soviel zu tun, dass ich auch da nicht wirklich einen Gang zurückschalten konnte/wollte…

Erst dann, als meine Verlobte mir mitteilte, dass ich in der letzten Zeit zu wenig für sie da gewesen sei und sie sich vernachlässigt fühle, kam die Einsicht (aber erst folgte noch ein wenig Gegenwehr meine Egos). Eigentlich tat ich das doch alles für sie und nun beschwert sie sich darüber auch noch? Das war zuviel… Der darauf folgende Dialog war unschön von mir… uneinsichtig… unreif… unfair…

Falling Down…

Ja, alles was ich tue, tue ich für sie. Arbeiten damit wir uns mal das leisten können, was wir uns als Ziele definiert haben. Eine Zukunft baut man sich schließlich nicht an einem Tag auf. Opfer mussten erbracht werden. Hatte ja schließlich in meiner Vergangenheit bereits zu viele Fehler gemacht… solche durften nun nicht mehr passieren… Aber wenn ich durch die gnadenlose Umsetzung meiner Pläne für unsere Zukunft, sie nun verlieren sollte, dann wäre das alles umsonst gewesen… Umdenken… Die nächsten Tage hatte ich Zeit zu denken, ich betone “ICH” hatte Zeit zu denken… War krank, hatte Fieber und Mandeln so dick wie Melonen.

Das aus meinen Überlegungen entstandene Sparkonzept…

…besagt, dass ich einige Pflichten und Verantwortungen von mir weisen muss. Beruflich musste alles so weitergehen wie bisher, da konnte ich nicht sparen. Schulisch konnte ich ein wenig zurückschrauben, aber auch nicht so viel… Bleibt nur privates zu streichen. Besser gesagt private Projekte. Dazu gehörten die Websites, die ich für zwei gute Freunde entwickelte… einige eigene Konzepte an denen ich mich versuchte und natürlich solche Dinge wie Bloggen und YouTuben…

Das Resultat meiner Einsparung…

… mir geht es wieder viel besser. Ich hatte Zeit für Dinge, die ich sonst nicht machen konnte, wie Lesen, sinnlose Games zocken und mich mit meiner Verlobten zu befassen (für sie kochen, gemeinsam Frühstücken, Shopping und Kino)… Nun sind meine Energien wieder da. Ich habe alle Verpflichtungen nach und nach abgearbeitet und abgeschlossen. Nun ist sogar wieder mehr Zeit zum Bloggen und YouTuben 😀

Welt du hast mich wieder!

 

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