Limbo – schwarz & weiß

Auf X-Box Live ist der Arcade-Sommer angebrochen und lässt auch nicht lange auf ein echtes Highlight warten. Limbo von Playdead ist ein solches und wird sich wohl am besten mit den Worten “Düsteres Jump & Run mit Rätseleinlagen” beschreiben lassen. Aber ich bin kein Blogger der gerne alle Klischees erfüllt. Ich habe meine eigenen Worte dafür.

Bei Limbo sehe ich Schwarz!

In Limbo wird der Spieler in die Rolle eines kleinen Jungen gesteckt, der sich in einem fremden Land in einer anderen Welt, auf die Suche nach seiner Schwester macht. Diese Welt ist jedenfalls nicht Bunt. Farben gibt es dort wohl nicht. Nur Schwarz-Weiß. Auch Elfen und Feen wird man vergeblich suchen. Statt dessen wird man mit Riesenspinnen konfrontiert, an denen man nur vorbei kommt, wenn man ihnen die Beine mir Hilfe einer Schnappfalle abtrennt. Nicht gerade ein Ort für Kinder…

Nicht für Kinder

Damit wären wir dann auch beim Punkt. In Limbo ist es möglich auf die verschiedensten Arten zu sterben. Man kann jämmerlich ertrinken oder von einer Riesen Spinne aufgespießt werden. Aber auch die genannten Schnappfallen zerteilen nicht nur Spinnenbeine. Was sich jetzt aber so ultra brutal anhört, ist an sich durch den eleganten Stil des Spiels nur halb so wild. Wenn Blut spritzt, dann nur sehr kurz und auch nur in kleinen schwarzen Pixeln. Das Spiel dennoch nicht für Kinder geeignet, es zeigt eine verstörende Welt voller gefahren und düsteren Rätseln.

Limbo ist gut fürs Hirn

Darin unterscheidet es sich ein wenig von den Schmahlspurkonkurrenten im Jump & Run Genre. Die Rätsel, die man hier löst, sind voller netter Ideen und Detailverliebt. So muss man, um auf die andere Seite eines Sees zu gelangen, eine Kiste ziehen, von der aus man eine Liane erreichen kann. Mit dieser Schwingt man sich auf einen Ast. Hier und dort noch die obligatorische Sprungeinlage und schon steht man vor einem Stamm, der sich durch schieben abbrechen lässt und von nun an als Brücke dienlich ist.

Klar das hört sich leicht an, ist aber nett durchdacht und voller Liebe gestaltet und zudem nur der Anfang. Die Rätsel werden erst richtig knackig, wenn es darum geht, den ersten Endgegner zu besiegen. Eine riesige Spinne, die nach allem schlägt, was ihr zu nahe kommt. Ich will das Ende der schönen Demoversion nicht verraten, aber solche Rätsel wird man in Limbo häufiger antreffen. Man kann sagen das Spiel steigert seinen Schwierigkeitsgrad stetig, aber auch stets fair.

Atmosphäre die Knistert.

Mein erster Eindruck des Spiels, war reine Gänsehaut. Erinnert die Aufmachung doch stark an Alice in Wonderland mit dem Unterschied, dass es düster und Grau ist. Ohne Leben. Selten hat mich ein Spiel so schnell in den Bann gezogen. Der stumme Charakter mit den hell leuchtenden Augen hat mich jedenfalls sofort verzaubert. Seine trotteligen Bewegungen beim springen machen ihn so herrlich glaubhaft. Als zweites hat es mich an das gute alte Another World erinnert. Auch dort war man stets damit beschäftigt kleine Rätsel zu lösen und im richtigen Timing zu springen.

Grafik ist diesmal wirklich nicht alles

Grafisch kann man auf keinen Fall sagen, es sei nicht Zeitgemäß. Es kann alleine wegen seiner Grafik sogar noch in Jahren aktuell wirken. In Bunt würde die Stimmung nicht halb so gut rüber kommen, wie sie es zur Zeit tut. Hut ab. Das Spiel lohnt alleine wegen seiner Stilmittel.

Fazit

Der Sommer im Arcade-Land der X-Box ist gekommen und wer etwas auch für die dunkleren Tage zum Spielen möchte, ist mit Limbo gut bedient. Auf jeden Fall einen Blick in die Demo-Version werfen…

One Reply to “Limbo – schwarz & weiß”

  1. “Statt dessen wird man mit Riesenspinnen konfrontiert, an denen man nur vorbei kommt, wenn man ihnen die Beine mir Hilfe einer Schnappfalle abtrennt.
    […]
    Die Rätsel werden erst richtig knackig, wenn es darum geht, den ersten Endgegner zu besiegen. Eine riesige Spinne, die nach allem schlägt, was ihr zu nahe kommt. Ich will das Ende der schönen Demoversion nicht verraten[…]

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