Präventivschlag…

… gegen hitzige Zeiten im Dachgeschoss meines kleinen Studentenreiches, in dem derzeit Nachts ein erbitterter Kampf gegen Hitze und Mücken geschlagen wird. Da ich nun aber in meinem Reich auch gleichzeitig Großvesir und Verteidigunsminister bin, sind bereits Maßnahmen gegen den Feind getroffen worden.

Das Zauberwort lautet UBIK …. nur ein Spass. Nein Isolation lautet das Wort. Das bedeutet jetzt nicht, dass sich mein Reich von benachbarten Länderein abschottet. Isolation bedeutet in dem Falle eine Rolle Alufolie, eine Rolle Grebband kontra ein großes Dachgeschossfenster.

Zur Vorgeschichte:

Tja das Thema “Dachgeschosswohnung im Sommer” ist ein so alter Hut, dass eigentlich jeder wissen muss was für Höllenqualen ich durchleiden muss. Es ist brütend, es ist schwitzig und Windstill und dazu auch noch auf der Sonnenseite gelegen. Eigentlich ist es den ganzen Tag über sehr sonnig in meinem Zimmer. Das Große Fenster ist zwar mit einer Jalousie ausgestattet, aber die ist schwarz und deckt nicht das ganze Fenster ab. Dazu kommt, dass ich meinen Arbeitsrechner hier im Zimmer stehen habe, der mit zwei TFT’s ausgestattet ist. Einen Ventilator habe ich auch, aber durch meine nette Staub- und Pollenallergie kann ich diesen nur im Notfall einsetzen. Notfall heißt in dem Fall: kleben im Ledersessel!

So konnte es heute einfach nicht weiter gehen. Ich hatte ja immerhin viel zu tun, musste Dinge am Rechner erledigen und viel kreative Energie freisetzen. Das geht bei mir aber nicht so gut, wenn die Umgebungstemperatur nicht stimmt. Sollte man mich mal in einen Astrozoo stecken, so hätten die Pfleger es verdammt schwer mich in Paarungslaune zu bringen, denn bei meinem Exemplar muss alles stimmen (bin sehr verwöhnt). Also setzte ich mich auf den Boden, ließ mich vom Ventilator berieseln und starrte das Fenster an. Ja bei mir ergeben sich Lösungen besser, wenn ich das Problem genau vor Augen habe. Eine Weile starren und eine Dose CocaCola™ später, griffen die Zahnrädchen meiner grauen Zellen ineinander und spuckten in alter Nadeldruckermanier eine mundgerechte Portion Lösung aus.

Das Fenster ist Schuld. Es darf einfach nicht die ganze Sonne da rein scheinen lassen. Wie eine Bresche in einer Burgmauer, scheint da den ganzen Tag die Sonne rein und ich als König, Vesir und Verteidigungsminister sehe eine solche Lücke in meinen Reihen nicht?

Ich sammelte meine Krieger und startete meinen Raubzug in Richtung Küche. Der Widerstand meiner Nachbarstaaten war sehr gering (Mitbewohner). Dort plünderte ich die Alufolie und das Klebeband. Schnell kehrten wir ins Reich der Sonne zurück und begannen das Loch in der Mauer zu stopfen. Naja eigentlich schnitt ich fenstergroße Bahnen aus der Alufolie und klebte diese an die Scheibe des Fensters, in der Hoffnung, die so eindringende Sonne zu refektieren. Was reflektiert wird, kann nicht eindringen… so auch die Sonne, die in meinem Zimmer die Wärme erzeugt. Klingt logisch und ich glaubte sowas mal im Physikunterricht gehört zu haben. Das ganze hatte etwas von tapezieren.

Leider kann ich von dem Ergebnis noch nicht wirklich viel berichten. Als ich die Aktion erfolgreich beendete, war die Sonne bereits auf dem Rückzug um ihre Strategie neu zu überdenken. Doch bald schon wird sie zurückkehren… das ist gewiss!

Kommentare kritischer Natur meines Mitbewohners musste ich in Kauf nehmen. Aber er wird schon sehen, wenn ich morgen ein gut klimatisiertes Zimmer habe und er weiterhin Spiegeleier auf seinem Tisch braten kann. So mal sehen, ich mach dann mal Fotos und stell die dann auch mal hier rein…

Bis Bald!

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