Synctoy for Windows – Backup solution für lau

Wer einmal wichtige Projektdaten verloren hat, weiß wie wichtig die Pflege eines Backup-Systems sein kann. Da ich vor kurzem mal wieder nachlässig geworden bin, habe ich mir jetzt das Tool runtergeladen, das mir schon früher des öfteren den Tag gerettet hat. Synctoy for Windows…

Synctoy für Windows ist kostenlos

Nur um es einmal ganz deutlich zu sagen: Obwohl dieses Tool direkt von Microsoft kommt, ist es kostenlos. Zudem ist es auch noch unglaublich einfach und trotzdem nützlich. Wenn man also gerade mal kein tolles Backup-Tool zur Hand hat und auch kein Lust hat massig Euros reinzuschmettern, dann empfehle ich den Einsatz von Synctoy.

Einfache Schnellanleitung

Man installiert das Tool wie gewohnt, wenn man es von der MS-Website runtergeladen hat und führt es aus. Bevor man jetzt wild backuppen kann, muss man ein Ordnerpaar anlegen. Ein Ordnerpaar besteht aus Quellverzeichnis und Zielverzeichnis. Hat man also einen Projekt-Ordner auf Festplatte C: sollte man sich ein sicheres Medium suchen, auf dem man das Zielverzeichnis existiert. Hat man ein Ordnerpaar erstellt, muss man nun wählen, wie Synctoy mit den Dateien verfahren soll. Es stehen 3 Optionen zur Wahl: Synchronisiert, Echo und Contribute.

Synchronisiert – Neue, geänderte und gelöschte Dateien, werden in beiden Ordnern gleich behandelt. Löscht man im Quellordner eine Datei, so wird diese Datei auch im Zielverzeichnis gelöscht, wenn man Synctoy ausführt. Ebenso werden im Quellordner Dateien gelöscht, wenn man diese im Zielverzeichnis löscht. Beide Ordner werden komplett verglichen und entsprechend angeglichen. Auch umbenannte Dateien werden synchronisiert. Sehr tolle aber gefährliche Einstellung… Mit bedacht ausführen.

Echo – Funktioniert nur in Richtung Quellverzeichnis zu Zielverzeichnis. Alle geänderten, neuen oder gelöschte Daten werden nur im Zielverzeichnis angewendet. Das Zielverzeichnis sieht demnach aus wie das Quellverzeichnis. Ändert man etwas im Zielverzeichnis, wird diese Änderung nicht im Quellordner angewendet.

Contribute – Funktioniert wie Echo, nur dass dabei keine Löschungen im Zielordner angewendet werden. Ist ziemlich gut, da auch alte Dateien beibehalten werden können, setzt aber voraus, dass man seine Projektdaten versioniert, sonst ist Chaos vorprogrammiert.

Start eines Backups

Wenn man seine Ordnerpärchen konfiguriert hat kann man diese in einer Liste an der linken Seite auswählen und den Run-Knopf betätigen. Führt Ihr ein Backup zum ersten mal aus, checkt er das Quellverzeichnis und kopiert es in das Zielverzeichnis. Führt Ihr nach ein paar Tagen das Tool wieder aus, checkt Synctoy das Quellverzeichnis erneut, kopiert aber nur neue Dateien und geänderte Dateien. Auch Umbenennungen und Löschungen werden durchgeführt (der richtige Modus wird dabei vorausgesetzt). Dieses Vergleichsystem spart ne Menge Zeit bei Backups, da nicht jedes mal alle Dateien kopiert werden müssen…

Nützliche Zusatztools

Dropbox – ist sehr toll in Verbindung mit Synctool. Man sollte ein Backup an einem Ort ablegen, welcher sich nicht im gleichen Gebäude befindet. Wenn ein Komet aufs Dach fällt, nützt euch ein Back auf lediglich einer anderen Partition, auf einem Rechner im anderen Zimmer oder auf einer VD die Ihr unter dem Bett lagert herzlich wenig. Wenn ihr also Lebenswichtige und teure Daten habt, dann legt diese auf einen Webserver. Da Dropbox kostenlos ist, sollte das ein guter Anfang sein. Legt einfach das Zielverzeichnis auf der Dropbox fest, das funktioniert prima.

geplante Tasks – Das beste Backupsystem hilf nichts, wenn ihr vergesst es zu nutzen. Ich spreche da aus Erfahrung. Man hat soviel um die Ohren und letztlich vergisst man über Wochen, seine Dinge zu sichern… Mit dem MS-Taskplaner könnt Ihr Synctoy auch automatisch ausführen lassen… das ist sehr sehr hilfreich und mach das Leben einfacher.

Autostart – Wer vom Taskplaner nichts hält, der sollte sich Synctool in den Autostart legen, dann wird man durch das automatischen Starten des Programmes wenigstens in aller Regelmäßigkeit erinnert 🙂

Fazit: Mit ein wenig Eigenverantwortung ist Synctoy die kostengünstigste und einfachste Möglichkeit seine Daten zu schützen. Jedoch sollten die Backup-Methoden mit Bedacht gewählt werden.

3 Replies to “Synctoy for Windows – Backup solution für lau”

  1. Snynctoy ist eine feine Sache, wenn man ein Windows-User ist. Für Anfänger ist es aber nicht wirklich zu empfehlen, da es mitfalscher Nutzung auch Datenbestände zerstören kann. Für Anfänger ist Norton mit dem Backuptool weitaus besser geeignet. Aber die Idee mit Dropbox finde ich klasse… Solange man mit dem Speicherplatz klarkommt. Aber die Kosten für nen Upgrade kann man sich auch leisten, wenn einem seine Daten wichtig sind. Ich arbeite zu 90% mit Debian und da ist es eh noch bissle anders.

  2. Naja ich würde sagen, dass sich der Beitrag eh nicht an Anfänger wendet. Projektdaten hat man als Otto-Normalverbraucher auch nicht auf der Platte. Aber ich stimme zu, dass für den kleinen Backup-Dienst-Nutzer klar Norton am ehesten anbietet…

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