Technokrat’s Rezept: Chili-Whoopie-Con-Carne

Weil heute Freitag ist, stellt sich bei vielen die Frage: “Was esse ich denn heute nur?” Ich sage: “Belohnt euch mit einem deftigen Chili-Con-Carne”… Aber nicht irgendein Chili-Con-Carne… Nehmt einfach mein Rezept.

Das Chili-WHOOPIE-Con-Carne

Dieses Rezept hat eine lange Tradition. Es wurde das erste mal zum Beginn meines Studiums und zum Einstand in meine neue Wohnung damals (eigentlich nur ein Zimmer mit Kochnische) gekocht. Es wurde über die Jahre immer weiter verfeinert und angepasst. Nun da es knapp 10 Jahre alt ist und in der Version (ja Informatiker geben selbst Rezepten eine Versionsnummer) 2.13 vorliegt, möchte ich es auch mit der Welt teilen. Open-Source halt. Das soll bedeuten, ihr dürft es nachkochen, weitergeben, verfeinern, es essen, es wegkippen und so weiter. Über Erfahrungsberichte, Empfehlungen, Kritiken und Modifikationsvorschläge würde ich mich natürlich unglaublich freuen.

Der Source-Code

Die Zutatenliste:

3 Dosen Kidneybohnen
2 Habanero (rot) oder 4 Chilischoten
1,5 Kg Hackfleisch (Rind)
1 - 2 Tafeln Schokolade min. 60% Kakaoanteil
3 - 4 milde große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1,5 EL Kreuzkümmel
1 - 2 EL Siebenwürze (oder Curry)
2 Dosen eingemachte Tomaten (ital.)
1 Tube Tomatenmark
1 Dose passierte Tomaten

Bei der Wahl der Bohnen sollte man schon auf den Preis achten. Eigentlich sind die Kidney-Bohnen aus dem Aldi für 45 Cent genau so gut, wie die aus dem REWE für 89 Cent.

Die Habaneros sollten schon mit drin sein. Sie sind verdammt scharf, schmecken aber im Vergleich zur wesentlich schärferen Naga Jolokia noch nach etwas (fruchtig). Für die etwas schärfereduzierten Variante, nimmt man einfach die handelsüblichen Chili-Schoten…

Hackfleisch immer vom Rind. Schwein ist zu Fett und bekommt einfach auch nicht die richtige Farbe.

Ja das mit der Schokolade ist kein Scherz. Minimim 60% Kakao. Werdet sie kaum schmecken, macht eine tolle Farbe und dickt die Masse auf natürliche Weise, also ohne Mehl oder Soßenbinder. Das Aroma ist genial.

Zwiebeln, Knoblauch sind Standard und sollte je nach Geschmack selbst gewählt werden. Ich steh auf die spanischen roten Knoblauch, da sie weniger penetrant sind aber viel aromatischer sind…

Kreuzkümmel ist seit meinem ersten Experiment mit von der Partie. Sehr genial was es ausmacht im Chili.

Siebenwürze bekommt man überall wo es Gewürze gibt. Ich habe da einen Händler in der Kleinmarkt-Halle in Frankfurt… Wenn Ihr also nicht in Frankfurt wohnt, müsst ihr selber eine Bezugsquelle finden. Sollte nicht schwer werden 😀

Bei den Tomaten sollte man die länglichen italienischen nehmen und auf jeden Fall die Dosenvariante wählen. Die sind von der Konsistenz am besten und haben einen tollen Geschmack. Keine Angst vor Dosen-Tomaten, die sind wirklich sehr gut vom Geschmack und viel verträglicher. Ein Lob auf die Konserve.

Tomatenmark ist wichtig für den Geschmack sollte also rein… Ich kenne Gegner von Tomatenmark… die sind mir aber egal. Wer mag darf es weglassen… ich würde es nicht empfehlen.

Passierte Tomaten runden das ganze noch ab. Kann aber auch durch eine zusätzliche Dose italienische Tomaten ersetzt werden… Wie man es am liebsten mag.

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch hacken und in Öl 5 Minuten
anbraten

Habaneros mit Handschuhen schneiden (wichtig),
nach bedarf die Kerne entfernen (aufheben lohnt), Kümmel
und Chilipulver hinzufügen und 2 Minuten dünsten

Hackfleisch hinzugeben und bei großer Hitzer krümelig braten

Tomaten und Tomatenmark hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und
eventuell Zitrone abschmecken (Vorsicht vor den Habaneros)

90 Minuten köcheln lassen und gelegendlich umrühren.
nach 45 Minuten die Schokolade zerkleinern und im Chili verteilen
30 Minuten vor Ende die Bohnen hinzugeben. Zwischendurch
mit Salz und Pfeffer abschmecken :D

Anrichten:

Kleiner Tip am Rande. Bereitet das Chili am Vorabend zu, damit es eine Nacht stehen kann und die Zutaten sich richtig entfalten. Chili sollte mindestens einen Tag alt sein, bevor man es serviert!

Am schönsten sieht ein Chili in einer tiefen Suppenschüssel aus. Dazu ein großer Löffel und geröstetes krustiges Graubrot. KEINE NUDELN und KEINEN REIS dazu… Nur im Notfall… Wer mag kann auch Toastbrot nehmen, das passt auch ganz gut. Eine Chilischote als Deko und ein paar Kräuter drüberstreuen… mehr nicht… Minimalistisch ist es am schhönsten. Wer Holzbesteck hat solle es auf den Tisch legen… macht einen rustikaleren Eindruck 😉

Fertig ist es. Viel Spaß und guten Hunger!

4 Replies to “Technokrat’s Rezept: Chili-Whoopie-Con-Carne”

  1. Ich kenne Habaneros, die sind so unglaublich scharf. Das Rezept hab ich jetzt mal für die Geburtstagsfeier meines Mannes abgeschrieben. Ich bin sehr gespannt, er mag es richtig feurig… er ist gebürtiger Mexikaner und die Kinder mögen Chili auch 😀 Der Schokoladentrick ist super, aber den kannte ich auch schon durch meinen Mann. Der Kocht immer Bohnentopf mit Schokolade…
    Ich werde dann am Montag mal ein Erfahrungsbericht schreiben 😀
    Vielen Dank für dein OpenSource-Rezept. Gruß Moni

  2. Oh das freut mich aber, zu hören, dass es jemand probieren möchte. Ich bin dann mal sehr gespannt auf deinen Erfahrungsbericht. Auch die Meinung deines Mannes würde mich mal interessieren… immerhin muss er ja wissen, wie ein richtiges Chili schmecken muss 🙂 Bis die Tage und ein schönes Wochenende. Gruß der BEN

  3. Hätte es fast vergessen 😀 Das Chili-Whoopie-Con-Carne war genial. Das Rezept habe ich mal fest in das Rezeptbuch aufgenommen. Ich hatte zwei große Töpfe davon auf dem Geburtstag meines Mannes aufgestellt. Schon nach etwa einer halben Stunde war ein Topf leer und der zweite hatte auch keine Chance… ich hätte bestimmt noch einen Topf machen können 😀 Ist sehr gut angekommen…
    Auch wenn manchen der Kopf geraucht hat 😉 Der Kreuzkümmel macht sich überraschend gut im Chili… hätte das sonst niemals verwendet. Danke für das bereitstellen des Rezepts.
    Gruß Moni

  4. Es freut mich sehr zu hören, dass es gut angekommen ist. Kreuzkümmel ist wirklich genial… auch ich hatte vor dem Chili nie etwas mit dem Zeug zu tun 😀 Jetzt kommt es öfters in neuen Experimenten vor… netter und natürlicher Geschmacksverstärker…
    Vielen Dank auch für den Erfahrungsbericht und beste Grüße an den Mann und die Kinder 😀

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