Urlaub August 2012 – Tag 1 Die Reise

Es ist Donnerstag der 16.08.2012. Der Urlaub fängt genau so an, wie ich es erwartet habe. Nämlich indem ich von einem Flugzeug und einem hupenden Auto vor der Haustür aus dem Tiefschlaf geweckt werde… Wenigstens scheint die Sonne…

Aber nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee sieht die Welt doch schon ganz anders aus. Die Sachen sind gepackt und obwohl die anstehende Reise in die heimischen Gefilde nur etwa 2 Stunden dauern würde, kommt es mir vor, als reise ich in ein anderes Land. Irgendwie stimmt das ja auch, denn dort gibt es keinen Fluglärm, keine hupenden Autos und vor allem auch kein wirklich gut ausgebautes Internet. Aber genau aus diesen Gründen machen wir ja auch Urlaub. Keinen Lärm, keine elektronische Abhängigkeit. Internet werden wir zwar haben, aber es wird kaum schneller sein, als ein 56k Modem… Ich werde also nicht in die Situation geraten, es nutzen zu wollen… jedenfalls nicht zum Arbeiten oder zum Zocken… Aber zum schreiben meines Urlaubsberichtes 😀

Als ich dann noch geduscht hatte, die Hasen in die “Flamigo-Transportbox” gepackt hatte und die Wohnung für die Zeit der Abwesenheit bereit gemacht habe, geht es dann auch schon auf in Richtung Offenbach Hauptbahnhof. Zugticket ziehen, noch ein paar Minuten warten und zack geht es los.

Die Mitreisenden sind begeistert von den Hasen. Sogar die Kinder einer sehr gestresst wirkenden Frau waren hin und weg. Eigentlich habe ich den Rest der Zugfahrt bis Fulda mit Schlafen und Musikhören verbracht. In Fulda war alles wie immer – Langweilig und Spießig… Bin immer noch sehr froh, nicht mehr dort zu leben, auch wenn einige meiner besten Freunde und ehemaligen Kollegen noch immer dort leben und arbeiten. Wie gut, dass mir nicht viel Zeit blieb, länger darüber nachzudenken, der Zug in Richtung Bebra stand schon auf Gleis 1 bereit.

Nach einer weiteren Stunde Zugfahrt kamen wir dann in Bebra, oder wie ich es gerne nenne “Klein Istanbul”, an. Es ist sehr interessant zu sehen, wie viel sich doch in nur wenigen Monaten der Abwesenheit, in der Heimat verändert hat. Früher habe ich immer gedacht, dass alles immer so bleiben wird in dieser Gegend… Deshalb bin ich ja auch ausgewandert. Mittlerweile komme ich mir sehr Fremd vor, wenn ich meine alte Heimat bereise. Vieles ist neu oder wurde verändert… Jetzt macht mich diese Tatsache ein wenig traurig. Die alte Bushaltestelle im Dorfkern ist nun ein Glaskasten… Die Zeiten in denen die jugendlichen dort heimlich rauchen konnten, sind wohl auf jeden Fall vorbei. Aber, und das wird wohl immer so bleiben, der umgebende Wald, die kleinen nur selten befahrenen Straßen, sind noch immer so drollig und ländlich, wie ich es in Erinnerung habe. Genau der richtige Ort für einen entspannenden Urlaub.

Der Grund dort Urlaub zu machen

Der Grund in einer solchen Gegend Urlaub zu machen ist, mal wirklich den Kopf frei zu bekommen. Mal etwas anderes zu sehen… aber eigentlich ist der tatsächliche Grund der, dass wir für ein paar wenige Tage das Haus meiner Eltern hüten, die sich nach Frankreich verkrümelt haben. Was eigentlich eher eine Pflicht darstellt, ist für mich genug “nichts tun”, dass ich es Urlaub nennen kann.

Der Balkon, der Garten, der Hund und meine mittlerweile in die Jahre gekommene Katze “Sushi”… Wie in alten Tagen. Auch die Nachbarn freuen sich, den kleinen Benjamin mal wieder zu sehen und können sich mal wieder keinen Kommentar sparen. Wie das halt so ist auf dem Dorf.

Jetzt gibt es erstmal Abendbrot, dann ein Glas Wein. Den Rest des Abends werde ich ohne Internet oder iPhone auf dem Balkon verbringen. Das war dann wohl der erste Tag… mal sehen was noch so kommt… Bis dann… der BEN

 

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