Vom Kommerz zur Vernunft

Leistungsfähigkeit und Qualität zeichnen ein Produkt aus! Nicht der Name und schon gar nicht der Preis! Perfektion muss nicht teuer sein, es kostet in manchen Fällen lediglich etwas mehr engargement…

Der erste Kontakt zu einem Produkt entsteht im Normalfall auf optischem Wege. Eine Anzeige in einer Fachzeitschrift oder in einem Werbespot im Abendprogramm. Hin und wieder kommt der erste Kontakt auch durch einen Kollegen oder durch einen Freund zustande, wenn er sein gekauftes Produkt anpreist.

In den ersten beiden Fällen gewinnt natürlich das optisch am besten in Szene gesetze Produkt. Was dafür spricht, dass eine aufwendigere Kampagne auch zu besserer Käuferlaune führt. Eine gute Produktwerbung kostet das Unternehmen sehr viel Geld, was bei der Verkaufssumme immer eine wichtige Rolle spielt. Klar muss dann aber auch die funktionalität des Produktes für seinen Preis sprechen. Ganz getreu dem Motto “Wer viel bezahlt, soll auch was ganz tolles dafür bekommen“. In der Autobranche ist dies Gang und gebe. Wer will schon wegen Sparmaßnahmen ohne getestete Knautschzone fahren. Bei Sicherheit sollte der Preis aber auch keine Rolle spielen!

Aber um Autos soll es hier in meinem Artikel jetzt auch gar nicht gehen. Hier geht es um Software und bei der zählen die meisten Argumente aus der Autobranche nicht. Aber dazu später.

Wenn man sich folgende bewegte Bilder ansieht…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=IBTE-RoMsvw&hl=en&fs=1]

… würde man wohl sofort an eine teure Produktion denken, die Programme vorraussetzt, die kein Sterblicher je bezahlen könnte! Aber das stimmt nicht. BigBuckBunny ist ein OpenSource-Projekt und wurde ausschließlich mit dem kostenlosen Programm Blender der “Blender Foundation” erstellt. Die Engine des Programms schein also Leistungsstark und qualitativ Hochwertig zu sein. Im vergleich zum Kommerzprodukt aus dem Hause Autodesk oder Zbrush der Firma Pixologic scheint die Wahl nicht schwer zu fallen. Auch wenn Maya und Konsorten wohl in Sachen Technik und Bedienung ein Schritt weiter zu sein scheinen, so wird der Vorsprung immer kleiner und kleiner. BigBuckBunny hat wohl sehr deutlich gezeigt, dass Qualität und Leistungsfähigkeit keinen so hohen Preis rechtfertigen. Wenn aber der Hase noch nicht überzeugt hat, dann habe ich hier noch ein anderes Video…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=kqh5N48fB48&hl=en&fs=1]

All diese Bilder sind ebenfalls durch das Programm Blender entstanden. Der Name “Elephants Dream” ist Programm und zeigen die elefantenstarke Leistung von Blender. Diese beiden Videos haben meine Meinung sehr stark verändert. Wo Maya früher meine Erfüllung war, steht nun in Großbuchstaben “Blender” und OpenSource verdrängt immer weiter Kommerzsoftware von meinem Rechner.

Wo andere, in teuren, auf hochglanz geputzten Kampagnen falsche Hoffnungen wecken, werkelt die fleißige und hochmotivierte OpensourceGemeinde an immer attraktiver werdenden Produkten und vertrauen dabei einfach darauf, dass die Vernunft des Nutzers die bessere Entscheidung treffen wird!

Opensource fordert ein wenig mehr an Grundwissen.  Dafür bietet diese Lösung aber jedem, der etwas für seinen Geldbeutel und eine starke Gemeinde tun will, mehr Leistung, als er alleine jemals brauchen wird!

One Reply to “Vom Kommerz zur Vernunft”

  1. Hallo sunrisedreamer,

    kann Deine Meinung zu ‘OpenSource’ bestätigen.
    Habe mir von Frank Linux Systems
    http://www.linux-systems.at/
    eine SuSE-Linux-Distribution gekauft.
    obwohl inzwischen 4 Jahre alt,
    ist mir der ‘Konqueror’ immer noch der liebste Browser,
    da kann M$-InternetExplorer brausen gehen.

    Ich gehe aber noch ein bisschen weiter.
    Bei Wlndows XP habe ich einmal interessehalber eine Fehlermeldung nach einem Programmabsturz abgefangen – es waren persönliche Daten dabei, ich frage mich wozu?
    Wer Windows am Netz hat, hat eine offene Tür zu Microsoft und Microsoft geht im Rechner aus und ein,
    wie es M$ beliebt.
    Mir sind auch EMails, die an LINUX gerichtet und auch füt Microsoft interessant waren, auf einem Server mit Microsoft-Betriebssystem verschollen.
    Was Software wirklich tut, weiß mensch nur, wenn
    mensch den Quellcode hat und aus dem sein Betriebssystem und sonstige Software aufbaut.
    Was man bei einer unbekannten Software wirklich abschaltet..?
    Das weisst Du als Informatiker besser als ich,
    ich sag das hier für eiben etwaigen weniger beschlagenen Leser.

    Mir ist unbehaglich, wenn ich sehe, wie sich amerikanische Software in Europa verbreitet, sowohl bei privaten Rechnern wie auch bei Servern.
    Europa kommt immer mehr in USamerikanische Hand.
    Die USA sind alles andere als Freunde Europas –
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Politik/MLangD.html#USA-EU
    Grundsätzlich ist jede unbekannten Software eIne Sicherheitslücke, denn ein Trojaner könnte auch von einem privaten Rechner aus die Kommunikation in einem Gebiet lahmlegen – aber das ist bereits eine
    ‘VerschwörungsTheorie’ 😉

    Bei Firmen-Rechnern und Behörden-Rechnern ist das
    eine höchst fahrlässige Sicherheitslücke.
    In Europa laufen zig Server mit Microsoft- Betriebssystem und niemand weiß, was diese Software wirklich tut. Die Schwierigkeiten angesehener deutscher Firmen in den USA stimmen mich nachdenklich.
    Meiner Meinung nach sollten wIchtige Server(Ämter, Firmen) auf ‘Open Source’ laufen, denn nur dann weiß mensch, was die Software wirklich tut.

    MfG
    Heinz Göd

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